Bericht Rund Um 2026

RUND UM 2026 - IOI Segler auf Abwegen
Die Jubiläumsausgabe der RundUm startete am Samstag, 05.06. Da die Hälfte der Sun Dancer Crew nicht verfügbar war, war eine Teilnahme für uns nicht möglich. Aber andere Boote haben auch Crew Probleme. So sprang ich kurzfristig auf einer X35 ein. Noch kurzfristiger sprang ein IOI Kollege ein. Da der Motor seiner IOI auf der Anfahrt nach Lindau Probleme machte, musste er die Teilnahme absagen. Also hat er mit mir zusammen auf der X35 angeheuert.
Die Anreise per Bahn nach Lindau war schon das erste Abenteuer. Auf dem Gleis, auf dem mein Zug hätte sein sollen, stand ein Zug nach Baden-Baden. Kurzer geografischer Abgleich, nein die Richtung passt nicht. Laut Info der DB ein Gleiswechsel. Aber da stand ein Zug Richtung Konstanz. Das passt auch nicht. Am Schalter nachgefragt, ich muss die Regionalbahn nehmen. Aber ab da hat dann alles planmäßig geklappt.
Angekommen auf dem Bahnhof Lindau-Insel, kurzer Fußweg an den Hafen des LSC, Boot in dem vollen Hafen suchen, erstmal alles unter Deck bringen u. dann ab zur Startbesprechung. Anhand von allerlei Wetterkarten u. wilden Tabellen wurde eine Windvorhersage von den Meteorologen vorgestellt. Hierbei war die schweizer Seite nach dem Start ganz klar bevorzugt.
Nachdem wir den gut gefüllten Hafen verlassen haben, ging der bange Blick aufs Wasser. Auf der deutschen Seite nicht viel Wind u. auf der schweizer Seite gar kein Wind. Auch 10 Minuten vor dem Start kein Wind auf der anderen Seeseite. Da hat der Meteorloge aber gelogen.
Also nach dem zähen Start mal Richtung deutsches Ufer. Das hatte ja alles soweit gepasst, Boot lief auch ganz gut, aber irgendwann müssen wir mal die Seite wechseln Richtung Romanshorn rüber. Immer wieder hat mal ein Boot ein versuch für die Überfahrt gewagt, diesen dann aber nach ein-zweihundert Meter wieder abgebrochen. Höhe Eriskircher Ried haben wir uns dann doch auf den Weg nach Romanshorn gemacht. Die Strecke war echt zäh, von vielen Drehern u. Windlöchern geprägt. Nachdem wir die Tonne gerundet hatten ging es auf den Weg zur Boje Eichhorn. Jetzt kam doch tatsächlich etwas Wind auf. So fuhren wir mit dem gesetzten Code-0 dem Sonnenuntergang entgegen. Überraschenderweise kam von hinten plötzlich einer der schnellen Katamarane an. Hatte er sich für die schweizer Seite beim Start entschieden?
Kurz vor der Tonne haben wir wieder auf die Fock zurückgewechselt. Dafür dass wir eine zusammengewürfelte Crew auf einem unbekannten Boot waren, haben die Manöver gut geklappt.
Weiter ging es Richtung der Wendemarken vor Überlingen. Boot lief ganz gut, bis Höhe Dingelsdorf. Da machte der Wind eine Pause. Die ganzen schnellen Einrumpfer u. Katamarane der Startgruppe 0 befanden sich in unmittelbarer Nähe. Das sah nach einem größeren Parkplatz aus. Mit unglaublichen 0,8 Knoten näherten wir uns den Bojen u. konnten diese dann endlich umrunden. Es kam wieder etwas Wind auf. Jetzt brauchten wird den Gennaker. Auch den haben wir korrekt gesetzt. Jetzt nahm das Boot richtig Fahrt auf u. der Wind nahm auch zu. Der Wind nahm immer mehr zu u. drehte leider in die falsche Richtung. Höhe Fährehafen musste der Gennaker wieder runter u. zurück auf die Fock. Ganz ungewohnt für mich auf dem Boot körperlich soviel zu arbeiten. Normalerweise sitze ich ganz hinten, halte das Stöckle (= Pinne) fest u. schau mir das wilde Treiben an Deck an.
Ab der Fährelinie ging es ereignislos auf einem Bug Richtung Lindau.
Im Morgengrauen, kurz vor dem Ziel, ging das Grauen los. Der Wind lässt stark nach u. dreht in die falsche Richtung. Ich erspare mir hier die leidigen Details mit Wenden, Zurückwenden, reicht um das Schlagwerk, reicht nicht. Nur soviel, das letzte Stück von der Insel bis ins Ziel hat uns eine Stunde u. viel Nerven gekostet. Mit viel Leetrim u. entlang der Hafenmauer sind wir um 6:32 nach 14 Stunden und 32 Minuten ins Ziel eingeschlichen.
Am Ende kamen wir als 33. von 111 Booten ins Ziel u. sicherten uns Platz 4 in unserer Klasse.
Ein wirklich tolles Event das der LSC hier jedes Jahr mit viel Aufwand auf die Beine stellt. Nächstes Jahr gerne wieder, dann aber hoffentlich mit der IOI.
Uwe Hörburger
GER 406
Sun Dancer
Die Jubiläumsausgabe der RundUm startete am Samstag, 05.06. Da die Hälfte der Sun Dancer Crew nicht verfügbar war, war eine Teilnahme für uns nicht möglich. Aber andere Boote haben auch Crew Probleme. So sprang ich kurzfristig auf einer X35 ein. Noch kurzfristiger sprang ein IOI Kollege ein. Da der Motor seiner IOI auf der Anfahrt nach Lindau Probleme machte, musste er die Teilnahme absagen. Also hat er mit mir zusammen auf der X35 angeheuert.
Die Anreise per Bahn nach Lindau war schon das erste Abenteuer. Auf dem Gleis, auf dem mein Zug hätte sein sollen, stand ein Zug nach Baden-Baden. Kurzer geografischer Abgleich, nein die Richtung passt nicht. Laut Info der DB ein Gleiswechsel. Aber da stand ein Zug Richtung Konstanz. Das passt auch nicht. Am Schalter nachgefragt, ich muss die Regionalbahn nehmen. Aber ab da hat dann alles planmäßig geklappt.
Angekommen auf dem Bahnhof Lindau-Insel, kurzer Fußweg an den Hafen des LSC, Boot in dem vollen Hafen suchen, erstmal alles unter Deck bringen u. dann ab zur Startbesprechung. Anhand von allerlei Wetterkarten u. wilden Tabellen wurde eine Windvorhersage von den Meteorologen vorgestellt. Hierbei war die schweizer Seite nach dem Start ganz klar bevorzugt.
Nachdem wir den gut gefüllten Hafen verlassen haben, ging der bange Blick aufs Wasser. Auf der deutschen Seite nicht viel Wind u. auf der schweizer Seite gar kein Wind. Auch 10 Minuten vor dem Start kein Wind auf der anderen Seeseite. Da hat der Meteorloge aber gelogen.
Also nach dem zähen Start mal Richtung deutsches Ufer. Das hatte ja alles soweit gepasst, Boot lief auch ganz gut, aber irgendwann müssen wir mal die Seite wechseln Richtung Romanshorn rüber. Immer wieder hat mal ein Boot ein versuch für die Überfahrt gewagt, diesen dann aber nach ein-zweihundert Meter wieder abgebrochen. Höhe Eriskircher Ried haben wir uns dann doch auf den Weg nach Romanshorn gemacht. Die Strecke war echt zäh, von vielen Drehern u. Windlöchern geprägt. Nachdem wir die Tonne gerundet hatten ging es auf den Weg zur Boje Eichhorn. Jetzt kam doch tatsächlich etwas Wind auf. So fuhren wir mit dem gesetzten Code-0 dem Sonnenuntergang entgegen. Überraschenderweise kam von hinten plötzlich einer der schnellen Katamarane an. Hatte er sich für die schweizer Seite beim Start entschieden?
Kurz vor der Tonne haben wir wieder auf die Fock zurückgewechselt. Dafür dass wir eine zusammengewürfelte Crew auf einem unbekannten Boot waren, haben die Manöver gut geklappt.
Weiter ging es Richtung der Wendemarken vor Überlingen. Boot lief ganz gut, bis Höhe Dingelsdorf. Da machte der Wind eine Pause. Die ganzen schnellen Einrumpfer u. Katamarane der Startgruppe 0 befanden sich in unmittelbarer Nähe. Das sah nach einem größeren Parkplatz aus. Mit unglaublichen 0,8 Knoten näherten wir uns den Bojen u. konnten diese dann endlich umrunden. Es kam wieder etwas Wind auf. Jetzt brauchten wird den Gennaker. Auch den haben wir korrekt gesetzt. Jetzt nahm das Boot richtig Fahrt auf u. der Wind nahm auch zu. Der Wind nahm immer mehr zu u. drehte leider in die falsche Richtung. Höhe Fährehafen musste der Gennaker wieder runter u. zurück auf die Fock. Ganz ungewohnt für mich auf dem Boot körperlich soviel zu arbeiten. Normalerweise sitze ich ganz hinten, halte das Stöckle (= Pinne) fest u. schau mir das wilde Treiben an Deck an.
Ab der Fährelinie ging es ereignislos auf einem Bug Richtung Lindau.
Im Morgengrauen, kurz vor dem Ziel, ging das Grauen los. Der Wind lässt stark nach u. dreht in die falsche Richtung. Ich erspare mir hier die leidigen Details mit Wenden, Zurückwenden, reicht um das Schlagwerk, reicht nicht. Nur soviel, das letzte Stück von der Insel bis ins Ziel hat uns eine Stunde u. viel Nerven gekostet. Mit viel Leetrim u. entlang der Hafenmauer sind wir um 6:32 nach 14 Stunden und 32 Minuten ins Ziel eingeschlichen.
Am Ende kamen wir als 33. von 111 Booten ins Ziel u. sicherten uns Platz 4 in unserer Klasse.
Ein wirklich tolles Event das der LSC hier jedes Jahr mit viel Aufwand auf die Beine stellt. Nächstes Jahr gerne wieder, dann aber hoffentlich mit der IOI.
Uwe Hörburger
GER 406
Sun Dancer
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Kategorien: IOI Regatten
Keywords: Bericht, Rund, 2026
gepostet: 14.06.2026

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